DaZ und DaF

DaF ist die Abkürzung für „Deutsch als Fremdsprache“, DaZ steht für „Deutsch als Zweitsprache“. In beiden Fällen lernen Menschen, deren Erstsprache (oder Muttersprache) nicht Deutsch ist, die deutsche Sprache. Beim Erstspracherwerb oder Mutterspracherwerb hingegen handelt es sich um den Erwerb einer oder mehrerer Sprachen von Geburt an. Diese Sprache(n) wird bzw. werden von den Eltern gesprochen.

 

Der Unterschied zwischen DaF und DaZ ist folgender:

Bei DaF handelt es sich um den Erwerb der deutschen Sprache, wenn Deutsch nicht die Umgebungssprache der Lerner:innen ist. Hier wird Deutsch in der Regel gesteuert und systematisch durch Unterricht gelernt. Das betrifft beispielsweise Schüler*innen an einer US-amerikanischen High-School, die Deutsch als Unterrichtsfach belegen und außerhalb der Schule kaum Kontakt zur deutschen Sprache haben.

 

DaZ hingegen bezeichnet das Lernen der deutschen Sprache, wenn Deutsch die Umgebungssprache ist. Dies kann gesteuert und ungesteuert stattfinden. Hier unterscheidet man zwischen frühem kindlichen Zweispracherwerb (ca. nach dem zweiten/dritten Geburtstag), spätem kindlichen Zweitspracherwerb (ca. nach dem Alter von sechs bis zehn Jahren) und erwachsenem Zweitspracherwerb (im Erwachsenenalter). Ein Beispiel hierfür sind Migrant:innen, die in Deutschland Deutsch lernen und ggf. zusätzlich Unterricht erhalten. Im Zusammenhang mit Migrant:innen findet man statt DaZ jedoch auch häufig den Begriff DaF. Das liegt zum einen daran, dass Lai:innen den Unterschied oft nicht kennen und der Begriff DaF weiter verbreitet ist. Zum anderen wird DaZ häufig mit Kindern und Jugendlichen assoziiert, sodass auch viel DaZ-Material auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist.

 

Die App Lunes richtet sich demnach hauptsächlich an Menschen, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Aus oben genannten Gründen verwenden wir jedoch auch den Begriff DaF.